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Brunnemann, Karl

geboren 17.10.1823 Berlin, gestorben 26.9.1896 Dürkheim (Pfalz). Der Pfarrerssohn B. studierte in Berlin moderne Sprachen und Geschichte. 1847 Gymnasiallehrer in Stettin (heute Szczecin, Polen). Als Teilnehmer an der 1848er Revolution flüchtete er 1849 in die Schweiz nach Riehen. Danach unterrichtete er in einer Berner Schule und in Genf, leitete 1850-55 die neue Kantonsschule Murten und war Professor an der Kantonsschule Frauenfeld. Die Amnestie erlaubte ihm 1862 die Rückkehr nach Preussen, wo er ab 1869 das Realgymnasium Elbing (heute Elblag, Polen) leitete. Er blieb den demokrat. Ideen treu und war ein entschiedener Gegner Bismarcks. 1861 publizierte er zwei hist. Skizzen über den Thurgau 1798-1803 sowie eine Arbeit über die Aufständischen Jean Daniel Abraham Davel, Samuel Henzi und Pierre-Nicolas Chenaux. Auch in seinen "Wanderungen eines dt. Schulmeisters" (1874) widmete er zahlreiche Seiten der Schweiz.


Autorin/Autor: Marc Vuilleumier / AZ