No 1

Latzko, Andreas

geboren 1.9.1876 Budapest, gestorben 11.9.1943 Amsterdam, Österreicher. Sohn eines ungar. Bankiers und einer Wienerin. ∞ Stella (Astrik) Otarowa. L. brach in Berlin ein Chemiestud. ab, arbeitete daraufhin als Angestellter und war dann als linksbürgerl. Dramatiker, Schriftsteller und Publizist tätig. Im 1. Weltkrieg erkrankte er nach 14 Monaten Kriegsdienst schwer und wurde für ein Jahr beurlaubt. Die Kur in Davos 1917 nutzte er zur Niederschrift pazifist. Werke. 1918 wurde L. degradiert und aus der kaiserl.-königl. Armee entlassen. Mit Unterbrechungen lebte er bis 1920 in der Schweiz. Seine Romane "Menschen im Krieg" und "Friedensgericht" erschienen beide 1918 in Zürich, ebenso wie seine Ansprache "Frauen im Krieg" an die 1918 in Genf tagende internat. Frauenkonferenz für Völkerverständigung sowie die Novelle "Der letzte Mann" (1919). Pazifist. Erzählungen verfasste er u.a. für die Zeitschriften "Die Weissen Blätter" und "Die Aktion", aber auch für die NZZ. L. lebte ab 1931 in Amsterdam. Er war Mitglied der Internat. Gruppe Clarté. Später schrieb L. Reiseberichte und gesellschaftskrit. Romane.


Archive
– Universitätsbibl. Amsterdam, Nachlass.
Literatur
ÖBL 5, 43 f.
Dt. Biogr. Enz. 6, 1997, 262

Autorin/Autor: Judit Garamvölgyi