Veysonnaz

Polit. Gem. VS, Bez. Sitten, auf der linken Seite des Rhonetals. Die mit 111 ha kleinste Gem. des Kantons umfasst das Dorf und den Skiort V. (1230-1300 m) sowie den Weiler Beaupérier. Um 1200 Veisona. 1850 201 Einw.; 1900 233; 1950 371; 2000 467. 1264 war V. eine Herrschaft des Bf. von Sitten und wurde von einem Mistral verwaltet. Ende des 15. Jh. gehörte das Dorf zum Zenden Sitten. 1798 wurde es dem Bez. Hérémence, 1802 dem Zenden (ab 1848 Bez.) Sitten angegliedert. V. trennte sich 1912 kirchlich von Nendaz, um mit den Dörfern Clèbes und Verrey (Gem. Nendaz) eine Pfarrei zu bilden. Die 1930-34 erstellte Strassenverbindung in die Rhoneebene befreite das Dorf aus einer gewissen Isolation und markierte das Ende der Subsistenzwirtschaft. Dank des Baus von Sportbahnen und Skiliften ab 1961 und der starken Ausstrahlung internat. Skiwettbewerbe hat sich das Tourismusgewerbe im Skigebiet Les Quatre Vallées (mit Nendaz, Thyon, La Tsoumaz und Verbier) zum wichtigsten Arbeitgeber der Gem. entwickelt.


Literatur
– C. Lathion, V., 1981
– J.-P. Glassey, Histoire paroissiale de V., Clèbes et Verrey, 2008

Autorin/Autor: Catherine Raemy-Berthod / GL