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Siemsen, Anna

geboren 18.1.1882 Mark (Westfalen), gestorben 22.1.1951 Hamburg, prot., Deutsche, ab 1934 von Zürich. Tochter des August Hermann, Pfarrers, und der Anna Sophia geb. Lürssen. ∞ 1934 Walter Vollenweider, Sekr. der Sozialist. Jugend der Schweiz, ab 1936 VPOD-Sekretär. Germanistikstud. in Bonn, 1909 Promotion. 1928-30 SPD-Reichstagsabgeordnete. S. wirkte in zahlreichen Schriften als wichtige Reformpädagogin der Weimarer Republik. 1923-32 lehrte sie als Honorarprof. an der Univ. Jena, bis die NS-Regierung von Thüringen ihr die Professur entzog. 1933 emigrierte S. in die Schweiz, trat der SPS bei, wurde Redaktorin von deren Zeitschrift "Die Frau in Leben und Arbeit" und engagierte sich in der Bildungspolitik. 1947-51 lehrte sie Literatur und Pädagogik an der Univ. Hamburg.


Werke
Briefe aus der Schweiz, 1947
Archive
– Teilnachlässe in: Archiv der sozialen Demokratie, Bonn; Sozarch
Literatur
– A. Siemsen, Anna S., 1951
BHE 1, 696 f.
– F. Lacaita, Anna S., per una nuova Europa, 2010
– C. Sänger, Anna S. - Bildung und Literatur, 2011

Autorin/Autor: Hermann Wichers