06/10/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Arbaz

Polit. Gem. VS, Bez. Sitten, auf einer Höhe zwischen 830 und 2886 m gelegen. Bis 1877 gehörte A. zur polit. Gem. Ayent, mit der A., letztl. erfolglos, zuvor um den Weiler Blignou gestritten hatte. Das im 1924 durch eine Feuersbrunst z.T. zerstörte Dorf A. (1145 m) ist Standort zahlreicher Zweitwohnsitze (ehem. Maiensässe). Um 1185 Alba, 1338 Arba. 1821 361 Einw.; 1850 381; 1900 516; 1950 493; 1980 472; 2000 800. Unter dem Sittener Bf. Eduard von Savoyen (1375-86) kam A. durch Kauf zum bischöfl. Mensalgut, zu dem es bis 1798 gehörte. Vom 14. Jh. an war A., wie Luc und Botyre, ein sog. Drittel von Ayent, erhielt aber spätestens 1418 eine gewisse Autonomie. 1815-39 gehörte A. zum Zenden Hérens, davor und danach zum Zenden Sitten. Kirchl. gehörte A., wo ab 1663 eine Kapelle stand, bis 1860 zu Ayent. Um 1910 wurde etwas Schiefer abgebaut; 85% der Erwerbstätigen aber zählten zum 1. Sektor (Vieh, Getreide, Wein). Zahlreiche Pendler arbeiten in Sitten oder im nahen Ferienort Anzère.


Literatur
– M. Dayen Le poids des traditions dans le Valais du XIXe siècle, Liz. Genf, 1977
– M. Evéquoz-Dayen et al., L'église à A., 1988

Autorin/Autor: Danielle Allet-Zwissig / MS