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Sacchi, Filippo

geboren 6.4.1887 Vicenza,gestorben 2.9.1971 Pietrasanta (Toskana), Italiener. Sohn des Carlo Enrico, Kaufmanns, und der Maria Vittoria geb. Figini. ∞ 1931 Josepha Gianzana. Stud. der Rechte (ohne Abschluss), dann der Literatur in Padua. S. arbeitete als Journalist und betätigte sich ab 1914 als Auslandkorrespondent in der Schweiz und in zahlreichen anderen Ländern. Er war auch Schriftsteller und anerkannter Filmkritiker, der als Gegner des Faschismus in seiner berufl. Laufbahn stark behindert wurde. Nach dem Fall von Benito Mussolinis Regime am 25.7.1943 leitete S. für kurze Zeit die Zeitung "Corriere della Sera", bevor er am 17.9.1943 nach Locarno fliehen musste. Hier blieb er bis zu seiner Rückkehr in die Heimat am 27.4.1945. Der überzeugte Demokrat führte während seines Exils ein Tagebuch, das wertvolle Einblicke ins Tessiner Flüchtlingsmilieu gewährt.


Werke
Diario 1943-1944, hg. von R. Broggini, 1987 (mit Biogr.)

Autorin/Autor: Mauro Cerutti / CHM