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Jacini, Stefano

geboren 3.11.1886 Mailand,gestorben 31.5.1952 Mailand, kath., aus Mailand. Aus einer Fam. des lombard. Landadels. Sohn des Giovanni Battista und der Carolina geb. Calvi. Enkel des Stefano, Politikers und Ökonomen des Risorgimento. Graf. ∞ 1909 Elisabetta Borromeo Arese. Rechtsstud. in Mailand und Genua (1908 Doktorat), danach Anwalt und Publizist. Als liberaler Katholik war J. 1919-26 Abgeordneter des Partito popolare im ital. Parlament. Am 17.9.1943 flüchtete er ins Tessin und lebte als Gast von Bf. Angelo Jelmini in Lugano. Ab April 1944 war er Mitglied der Luganeser Delegation des Nationalen Befreiungskomitees Oberitalien. J. hielt Vorträge im Universitätslager für ital. Internierte in Lausanne. Er hatte zahlreiche Unterredungen mit Prinzessin Maria José von Savoyen. Im Dez. 1944 kehrte er mit Luigi Einaudi nach Italien zurück. 1945 wurde er Minister in der Regierung von Ferruccio Parri und 1948 Senator.


Literatur
– R. Broggini, I rifugiati italiani in Svizzera e il foglio Libertà!, 1979
– E. Signori, La Svizzera e i fuorusciti italiani, 1983
DBI 61, 775-779

Autorin/Autor: Mauro Cerutti / RG