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Gori, Pietro

geboren 14.8.1865 Messina, gestorben 8.1.1911 Portoferraio (Insel Elba), ital. Staatsangehöriger, von der Insel Elba. Sohn des Francesco, Offiziers der ital. Armee, und der Giulia geb. Lusoni. 1878 zog G. mit der Fam. nach Livorno. 1889 doktorierte er an der Univ. Pisa in Jurisprudenz. Bald wurde er zu einer der Schlüsselfiguren der toskan. und dann der internationalen anarchist. Bewegung. 1891 nahm er am Kongress von Capolago teil, der die revolutionäre sozialist.-anarchist. Partei aus der Taufe hob. 1894 liess er sich auf der Flucht vor den Ausnahmegesetzen der ital. Regierung in Lugano nieder. Im Tessin widmete er sich erneut der Politik und stand bald im Mittelpunkt der anarchist. Emigration. Im Jan. 1895 wurde er in Lugano verhaftet und an die dt. Grenze gebracht; bei dieser Gelegenheit schrieb er "Addio a Lugano" (bekannter als "Addio, Lugano bella"), das berühmteste anarchist. Lied. G. setzte seine polit. Tätigkeit in London, in den Vereinigten Staaten und in Argentinien fort.


Werke
Addio Lugano bella. Scritti scelti, 1996
Literatur
– M. Antonioli, Pietro G., il cavaliere errante dell'anarchia, 1995
– M. Binaghi, Addio, Lugano bella, 2002

Autorin/Autor: Maurizio Binaghi / PTO