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Ehrlich, Ernst Ludwig

geboren 27.3.1921 Berlin, gestorben 21.10.2007 Riehen, isr., urspr. dt. Staatsangehöriger, ab 1964 von Basel. Sohn des Martin, Beamten, aus Berlin. ∞ 1967 Eleonora Sterc, Tochter des Otto, Kunstprofessors aus Teplitz (heute Tschech. Republik). Abitur, 1940-42 Stud. an der Lehranstalt für die Wissenschaften des Judentums in Berlin, 1942-43 Zwangsarbeit, 1943 Flucht in die Schweiz. 1950 Dr. phil. in Basel. Ab 1955 Lehraufträge für Judaistik an den Univ. Frankfurt am Main, Berlin, Zürich, Bern und Basel. Ab 1958 Zentralsekr. der Christl.-jüd. Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz, 1961-94 europ. Direktor der jüd. Organisation B'nai B'rith (humanist. und philanthrop. Zielsetzungen). Leo-Baeck-Preis 1956, Buber-Rosenzweig-Medaille 1976, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1984, Dr. h.c. der Theol. Fakultät Basel 1986, Honorarprof. der Univ. Bern 1989. Sein wissenschaftl. Interesse galt der Erforschung von Quellen und der Geschichte der Juden. E. leistete einen wesentl. Beitrag zum christl.-jüd. Dialog.


Archive
– AfZ, Nachlass
Literatur
Israel und Kirche heute, Fs. für Ernst Ludwig E., hg. von M. Marcus et al., 1991, (mit Werkverz.)

Autorin/Autor: Nadia Guth Biasini