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Fleg, Edmond

geboren 26.11.1874 (Edmond Flegenheimer) Genf, gestorben 15.10.1963 Paris, isr., von Genf, 1920 in Frankreich eingebürgert. Sohn des Maurice Flegenheimer, Händlers, und der Clara geb. Nordmann. Cousin des Julien Flegenheimer. Gymnasium in Genf, ab 1892 Stud. in Paris, erst an der Sorbonne, dann an der Ecole normale supérieure; 1899 Lehrprüfung für das Fach Deutsch. 1904-20 war F. ein erfolgreicher Dramatiker. Der Wirbel um die Affäre Dreyfus, seine Teilnahme am dritten Zionistenkongress in Basel und die Berichte über Pogrome beeinflussten seine literarische Ausrichtung. 1913-48 erschien "Ecoute, Israël", 1923-51 die "Anthologie juive". 1928 veröffentlichte F. die Schrift "Pourquoi je suis juif". 1949 war er Mitbegründer der Amitiés judéo-chrétiennes. "Vers le Monde qui vient" (1960) enthält seine messian. Hoffnungsbotschaft. F. wollte mit seinem Werk einen Brückenschlag zum Christentum herstellen.


Literatur
– A. Berchtold, La Suisse romande au cap du XXe siècle, 1966, 897-905
– O. Roussel, Un itinéraire spirituel, 1978

Autorin/Autor: Betty Halpern-Guedj / SK