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De Rosis, Giovanni

geboren 1538 in der Diözese Como, vielleicht in der Gegend von Lugano, gestorben 22.1.1610 Rom, kath. 1556 Eintritt in den Jesuitenorden, 1560 zog er nach Rom. 1565 Priesterweihe und Mithilfe beim Bau des Collegium Romanum unter der Leitung von Giovanni Tristano. Im gleichen Jahr übersiedelte er in das Kollegium von Nola bei Neapel. 1566-75 leitete D. im Königreich Neapel den Bau der Kollegskirchen in Nola und Lecce sowie der Kollegien in Neapel und Catanzaro. Nach dem Tod Tristanos 1575 führte er, jetzt offizieller Architekt des Ordens geworden, den Bau der Kirche und des Professhauses Il Gesù in Rom weiter. Als techn. Berater der Ordensgeneräle und versch. Provinziale wirkte der Barockarchitekt während 35 Jahren bei vielen Bauten der Röm. Provinz mit, so in Sezze, Recanati, Potenza Picena, Macerata, Ancona, Perugia und Montepulciano, aber auch bei Kollegs- und Kirchenbauten in Norditalien. Zwecks Regulierung des Tiber, des Po und des Trasimen. Sees war er Mitglied mehrerer päpstl. Kommissionen.


Literatur
Archivum Historicum Societatis Jesu 44, 1975, 3-104
– F. Strobel, Schweizer Jesuitenlex., Ms., 1986, 144
DBI 39, 174 f.

Autorin/Autor: Urban Fink