22/06/2015 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Vauffelin

Ehem. polit. Gem. BE, Amtsbez. Courtelary, Verwaltungskreis Berner Jura, fusionierte 2014 mit Plagne zur polit. Gem. Sauge. Die ehem. Gem. bestand aus dem Dorf V. und Frinvillier. 1228 Vualfelim, dt. früher Füglistal. 1764 336 Einw.; 1850 255; 1900 258; 1950 237; 1970 467; 2000 445. Die Pfarrei wird im Lausanner Chartular von 1228 erwähnt. 1364 erwarb die Kirche St. Benedikt in Biel vom Gf. von Thierstein die Kollatur. V. gehörte bis 1797 zur Herrschaft Erguel im Fürstbistum Basel, unter franz. Herrschaft 1797-1813 zum ehem. franz. Departement Mont Terrible bzw. Haut-Rhin, bevor es 1815 zum Kt. Bern gelangte. In V. gibt es eine Einwohner- und eine Bürgergemeinde. Mit Biel wurde auch V. reformiert, wobei der Pfarrer von Orvin und ab 1798 jener von Péry den Kirchendienst versahen. 1839 wurde Romont (BE) mit der Pfarrei V. zusammengelegt. Die von einem Diakon verwaltete Pfarrei erhielt 1860 einen eigenen Pfarrer. Die Kirche wurde 1715-16 erbaut und 1932-34 sowie 1983 renoviert. 2010 schlossen sich V., Péry-La Heutte und Orvin zur Pfarrei Rondchâtel zusammen. Die Zunahme des motorisierten Verkehrs ab den 1970er Jahren führte zu einem beschleunigten Wachstum des Dorfs durch Zuzüger v.a. aus Biel. Ab 1971 bildete V. eine Schulgemeinschaft mit Romont und Frinvillier.


Literatur
– C.-A. Simon, Le Jura protestant de la Réforme à nos jours, 1951, 363 f.
– A. Moser, I. Ehrensperger, Jura bernois, Bienne et les rives du lac, 1983, 66

Autorin/Autor: Christine Gagnebin-Diacon / PTO