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Thyssen [Thyssen-Bornemisza de Kászon], Hans Heinrich

geboren 13.4.1921 Scheveningen (Niederlande), gestorben 27.4.2002 Sant Feliu de Guíxols (Katalonien), kath., dt., niederländ. und ungar. Staatsbürger, ab 1950 von Lugano. Sohn des Heinrich ( -> 2) und der Margit geb. Bornemisza de Kászon. Bis 1950 Baron. Fünfmal verheiratet. Realgymnasium in Den Haag, 1940-45 Stud. des Rechts, der Wirtschaft und der Kunstgeschichte an den Univ. Bern und Freiburg. Nach dem Tod seines Vaters erbte T. dessen Industrieimperium und kaufte dessen gesamte private Kunstsammlung zurück. Die riesige Sammlung, mit der einzig jene der engl. Krone vergleichbar ist, wurde dem Publikum zugänglich gemacht, erweitert und zwischen dem Villahermosa-Palast (heute Museum Thyssen-Bornemisza) in Madrid, dem Kloster Pedralbes in Barcelona und der Villa Favorita in Castagnola aufgeteilt. 1992 kam der grösste Teil der in Castagnola aufbewahrten Kunstwerke nach Madrid. 1993 kaufte der span. Staat die Sammlung. Die Galerie in der Villa Favorita (Stiftung Thyssen-Bornemisza) wurde 2002 geschlossen.


Literatur
– D. Litchfield, Die T.-Dynastie, 2008

Autorin/Autor: Lucien Boissonnas / CBA