• <b>Oskar Reinhart</b><br>Der Sammler (rechts) beim Einrichten einer Ausstellung im Römerholz in Winterthur, 1955  © KEYSTONE. Als sein Haus an der Römerstrasse für seine Sammlung zu klein wurde, erwarb Oskar Reinhart 1924 die Villa Am Römerholz, wo er eine Gemäldegalerie einrichtete. Schon zu Lebzeiten schenkte Reinhard der Stadt Winterthur einen Teil seiner Sammlung (1940), die nach der Gründung einer Stiftung seit 1951 im Museum am Stadtgarten öffentlich zugänglich ist. Den anderen Teil seiner Sammlung Am Römerholz vermachte er 1958 der Eidgenossenschaft; dieser ist seit 1970 für das breite Publikum geöffnet.

No 9

Reinhart, Oskar

geboren 11.6.1885 Winterthur, gestorben 16.9.1965 Winterthur, ref., von Winterthur. Sohn des Theodor ( -> 12). Bruder von Georg ( -> 3), Hans ( -> 4) und Werner ( -> 14). Ledig. Ausbildung in Lausanne, London und Indien. 1909 kunsthistorisch prägender Aufenthalt in Berlin (Julius Meier-Graefe). 1912-24 aktiver Teilhaber der Handelsfirma Gebr. Volkart, dann ausschliesslich als Sammler tätig. Früh dachte er daran, seine Sammlung der Öffentlichkeit zu stiften. Er gründete 1920 das Clubhaus zur Geduld in Winterthur, das er durch Karl Walser und Henry Bischoff ausstatten liess. Seine Sammlung "Am Römerholz", die Gemälde europ. Künstler des 14. bis frühen 20. Jh. sowie Skulpturen enthält, vermachte er der Eidgenossenschaft. Die als Studiensammlung gedachte Stiftung Oskar Reinhart mit graf. Sammlung schenkte er der Stadt Winterthur (Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten). Sie umfasst Werke dt., schweiz. und österr. Künstler des 18.-20. Jh. und wurde 1951 eröffnet. 1933-38 Mitglied der eidg. Kunstkommission. 1932 Dr. h.c. der Univ. Basel, 1951 der Univ. Zürich.

<b>Oskar Reinhart</b><br>Der Sammler (rechts) beim Einrichten einer Ausstellung im Römerholz in Winterthur, 1955  © KEYSTONE.<BR/>Als sein Haus an der Römerstrasse für seine Sammlung zu klein wurde, erwarb Oskar Reinhart 1924 die Villa Am Römerholz, wo er eine Gemäldegalerie einrichtete. Schon zu Lebzeiten schenkte Reinhard der Stadt Winterthur einen Teil seiner Sammlung (1940), die nach der Gründung einer Stiftung seit 1951 im Museum am Stadtgarten öffentlich zugänglich ist. Den anderen Teil seiner Sammlung Am Römerholz vermachte er 1958 der Eidgenossenschaft; dieser ist seit 1970 für das breite Publikum geöffnet.<BR/>
Der Sammler (rechts) beim Einrichten einer Ausstellung im Römerholz in Winterthur, 1955 © KEYSTONE.
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Archive
– Slg. Oskar R. "Am Römerholz"
Literatur
Stiftung Oskar R. (Winterthur), 3 Bde., 1977-84
Von Caspar David Friedrich bis Ferdinand Hodler, Ausstellungskat. Berlin, Los Angeles, Genf, 1993
Slg. Oskar R. "Am Römerholz", Winterthur, hg. von M. Reinhard-Felice, 2003

Autorin/Autor: Harry Joelson-Strohbach