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Nathan, Fritz

geboren 30.6.1895 München, gestorben 28.2.1972 Zürich, dt. Staatsbürger, ab 1948 von St. Gallen, ab 1967 von Zollikon. Sohn des Alexander, Kaufmanns, und der Irene geb. Helbing. ∞ 1) 1922 Wilhelmine Erika Heino, 2) 1955 Ilse Gabriele Nast-Kolb. 1922 Dr. med., dann Einstieg in das Kunsthandelsgeschäft seines Halbbruders Otto H. N. in München. 1928-65 Berater von Oskar Reinhart. 1936 Emigration nach St. Gallen. N. galt in der Schweiz als bester Kenner der franz. und dt. Malerei des 19. Jh. und wurde bereits 1937 in den Schweiz. Kunsthandelsverband aufgenommen (1953-63 Vizepräs., ab 1963 Ehrenmitglied). Im 2. Weltkrieg stand er Verfolgten beim Transfer von Vermögenswerten in die Schweiz bei, seine Rolle dabei wurde später z.T. hinterfragt. Ab 1951 war er in Zürich tätig.


Werke
Erinnerungen aus meinem Leben, 1965
Literatur
Dr. Fritz N. und Dr. Peter N. 1922-1972, 1972
Veröff. UEK 1
Die Kunst des Handelns, Ausstellungskat. Tübingen, 2005
– J. Krummenacher, Flüchtiges Glück, 2005

Autorin/Autor: Elisabeth Eggimann Gerber