No 148

Müller, Josef

geboren 15.2.1887 Solothurn, gestorben 24.3.1977 Solothurn, kath., von Solothurn. Sohn des Josef ( -> 145). Bruder von Gertrud Dübi. ∞ 1929 Louise Adèle Hortense Ecuvillon. Maschineningenieurstud. am Polytechnikum in Zürich, 1912-14 Praktikum in den USA. Rückzug aus dem Familienunternehmen (Herstellung von Uhrenteilchen) und Hinwendung zur Kunst. Schüler von Cuno Amiet, eigenes Atelier in Genf. Ab 1922 Atelier in Paris, Sammler von Kunst der Moderne, Africana, Asiatica und Antiken. 1942 Rückkehr nach Solothurn, 1943-67 Konservator am Kunstmuseum Solothurn, Mitglied und Präs. der Kunstkomm. Solothurn, 1954-60 Mitglied der Eidg. Kunstkommission. M. pflegte wie seine Schwester bereits in jungen Jahren Kontakt zu den wichtigsten schweiz. Künstlern (Amiet, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Félix Vallotton) und kaufte deren Werke wie auch solche von Pablo Picasso, Paul Cézanne, Fernand Léger, Henri Matisse, u.a. 1969 richtete M. eine Stiftung ein und vermachte einen Teil seiner hochkarätigen Kunstsammlung dem Kunstmuseum Solothurn. M.s umfangreiche Sammlung aussereurop. Werke hingegen wurde Bestandteil des von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn gegr. Museums Barbier-Mueller in Genf. 1970 erhielt M. den Kulturpreis des Kt. Solothurn.


Literatur
Schweizer Kunst in der Slg. Josef M., 1975
Dübi-Müller-Stiftung, Josef-Müller-Stiftung, 1981
– J.P. und M. Barbier-Mueller, Aus dem Leben eines Sammlers, 1989
Die Kunst zu sammeln, 1998, 91-93

Autorin/Autor: Matthias Oberli