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Brun, Carl

geboren 12.9.1851 Hamburg, gestorben 6.1.1923 Zürich, ref., von Genf. Sohn des Carl, Geschäftsmanns. ∞ 1882 Anna Spyri, von Riesbach (heute Zürich), Tochter des Johann Ludwig, Pfarrers, Statistikers der Schweiz. Nordostbahn, Schwester von Emilie Kempin, Nichte von Johanna Spyri. Ab 1869 wohnhaft in Zürich. Daselbst Stud. der Kunstgeschichte. Studienreisen ins benachbarte Ausland und nach Spanien. 1883-1921 Lehrer für Kunstgeschichte an der Höheren Töchterschule Zürich. 1890-1902 PD, 1902-21 ao. Prof. der Kunstgeschichte an der Univ. Zürich. 1902-23 PD an der ETH Zürich. Der Schweiz. Kunstverein ernannte B. 1905 zum Redaktor des von Friedrich Otto Pestalozzi angeregten "Schweiz. Künstlerlexikons", der ersten umfassenden Sammelbiografie zur Schweizer Kunst, das er bis zum Abschluss des Supplementbandes 1917 leitete. Die Fortsetzungsarbeiten dieses Standardwerks dienten als Grundlage für das "Künstlerlexikon der Schweiz, 20. Jh.". 1891-1922 Präs. der Gottfried-Keller-Stiftung. 1897 Dr. h.c. der Univ. Zürich.


Werke
Gottfried Keller als Maler, 1894
Literatur
Der Bund, 8.1.1923
Prof. Dr. Carl B. 12. Sept. 1851 - 6. Jan. 1923, 1923, (Erinnerungsschr.)
Der Schweiz. Kunstverein 1806-1981, 1981, 140-142

Autorin/Autor: Katharina Battaglia-Greber