Wiler (Lötschen)

Polit. Gem. VS, Bez. Westl. Raron, im Lötschental. Ältester Teil des Dorfs ist Racharten. 1363 Wyllere, 1396 Wiler. 1798 172 Einw.; 1802 150; 1850 181; 1900 228; 1950 338; 2000 488. W. teilte die Geschichte weitgehend mit derjenigen des Lötschentals. Kirchlich gehörte es zur Pfarrei Kippel. 1687 ist die Kapelle Mariä Opferung in W. erstmals erwähnt. Nach der Umwandlung der 1952 errichteten Marienkapelle in eine Pfarrkirche 1966 wurde ihr auch die Filialkapelle Nikolaus von Flüe auf der Lauchernalp zugeteilt. W. hatte unter Naturkatastrophen zu leiden, so an Verwüstungen durch den Milibach 1876 und 2011. Ein Brand zerstörte 1900 sämtl. Häuser des Dorfs. Erschlossen durch die Talstrasse seit 1953, folgte mit dem Bau der Lauchernalpbahn 1972 und der Skiliftanlagen Lauchernalp ein Aufschwung, der Lauchern zum tourist. und sportl. Zentrum des Tals machte. Noch zu Beginn des 21. Jh. pflegte W. eine reiche Volkstheatertradition und die hergebrachten Bräuche des Lötschentals (Segensonntag, Tschäggätä).


Literatur
– P. Jossen, W. mit Lauchern/Fischbiel im Lötschental, 1991

Autorin/Autor: Alois Grichting