Heringkrieg

Der Begriff H. (franz. guerre des besoles nach der lokalen Bezeichnung für Felchen, aber auch guerre des harengs) steht für einen kurzen Konflikt im frühen 16. Jh. zwischen den Bürgern Genfs und dem Hzg. von Savoyen. 1519 war Karl III. von den Mammelus, seinen Parteigängern, davor gewarnt worden, dass Genf und Freiburg ein Bündnis schliessen wollten. Da es dem Herzog nicht gelang, den Plan auf diplomat. Weg zu vereiteln, drang er am 11. April an der Spitze seiner Truppen in die Stadt ein und zwang die Genfer damit, auf das Burgrecht zu verzichten. Der Name des Krieges leitet sich von der Tatsache ab, dass damals Fastenzeit war und die savoy. Soldaten in Genf nichts Essbares fanden ausser Felchen.


Literatur
Histoire de Genève des origines à 1798, 1951, 175
– C. Santschi, «La chronique lausannoise de Jean Vullyamoz», in RHV, 1970, 28

Autorin/Autor: Martine Piguet / GL