08/01/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken

Hohtenn

Polit. Gem. VS, Bez. Westl. Raron. Am Nordhang des Rhonetales gelegenes Dorf mit mehreren Aussenweilern, u.a. Laden. 1438 a dem Hotenne, bis ins 18. Jh. meist Gestelberg (Mons Castellionis) genannt. 1850 107 Einw.; 1900 170; 1910 499 (Bau der Lötschbergbahn); 1950 308; 2000 200. Ein spätröm. Grabfund wurde 1972 gemacht. Spätestens ab 1248 gehörte H. zum Priorat Niedergesteln, seit 1913 bildet es eine Pfarrei mit Steg. Eine der hl. Barbara geweihte Kapelle stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jh., die Kirche des hl. Mauritius wurde 1961-62 erbaut; in Laden ist 1661 eine Marienkapelle erwähnt. 1529 ist H. als Gem. erwähnt, 1707 entstand das Burgerhaus, 1714 die Bauernzunft (Dorfstatut). 1852 und 1860 wurden die gemeinsamen Wälder und Allmenden unter Steg, Niedergesteln und H. aufgeteilt. Im 20. Jh. löste die Berglandwirtschaft nach und nach Fabrikarbeit ab; Erwerbstätige aus H. waren in den Lonza-Werken Gampel (ab 1897) und der Aluminiumfabrik Steg (ab 1963) beschäftigt. 1913 Eröffnung der Eisenbahnstation der BLS, 1930-32 der Strassenverbindung nach Steg. Der 1989 eröffnete Mittaltunnel bei H. dient als Zufahrt zum Lötschental.


Literatur
– E. Imboden, H. einst und jetzt, 1975
– K. Anderegg, Siedlungsgebiet + Siedlungsbild von H., Typoskript, 1978, (MW)

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter