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Hirschwälder, Franz

geboren 7.9.1843 Habelschwerdt (Schlesien, heute Polen), gestorben 4.2.1886 Bern, kath., später christkath., Deutscher. Sohn eines Beamten und einer luth. Mutter, die geradlinig von Martin Luther abstammte. Stud. der Philologie, dann der Theologie in Breslau, 1868 Priesterweihe. Ab 1869 Promotionsstud. in München bei Ignaz von Döllinger und Carl Adolf Cornelius, das aber infolge seines ab 1871 wachsenden Engagements innerhalb der altkath. Bewegung in München nicht zum Abschluss kam. 1872 wurde H. zusammen mit Otto Hassler und Joseph Hubert Reinkens exkommuniziert. 1872-74 arbeitete er als Redaktor des altkath. Organs "Deutscher Merkur". 1874 wurde er zum Prof. für Moraltheologie an der neu errichteten christkath. Fakultät der Univ. Bern berufen, ab 1875 lehrte er auch Dogmatik und las zeitweise Liturgik. Zusammen mit Johann Friedrich hielt er 1875 den ersten christkath. Gottesdienst in Bern, was zur Spaltung der Gem. führte. 1884 Ehrendoktor der Univ. Bern.


Literatur
Dt. Merkur, 1886

Autorin/Autor: Ewald Kessler