• <b>Lindi</b><br>Werbeplakat des Berner Künstlers für Kleider-Frey, 1950 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

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Lindi

geboren 14.9.1904 (Albert Lindegger) Bern, gestorben 14.10.1991 Bellinzona, von Geuensee. Sohn des Albert Lindegger, SBB-Beamten, und der Bertha geb. Steiner. ∞ 1960 Marianne Murkowsky. Ausbildung an der Gewerbeschule Bern sowie bei André Lhote und Roger Bissière in Paris, wo er seine Werke Ende der 1920er Jahre erstmals mit "Lindi" signierte. 1931 Mitbegründer der Berner Künstlergruppe Der Schritt weiter. Neben Malerei und Zeichnung wurde die polit. Karikatur, u.a. für die "Weltwoche" und den "Nebelspalter", in den 1930er Jahren L.s Markenzeichen. Er war ein bissiger Kritiker von Nationalsozialismus und Faschismus. Ab 1942 illustrierte L. für die Büchergilde Gutenberg Werke der Weltliteratur. Er gestaltete auch Keramik, Schmuck sowie Wandbilder im öffentl. Raum und schuf Skulpturen. 1965 übersiedelte er nach Agarone (Gerra Verzasca). Nach der Erprobung aktueller Tendenzen wandte er sich früh einer narrativen Gegenständlichkeit zu. Hinter vordergründigem Bildwitz ist der virtuose Beherrscher versch. Stile und Techniken zu erkennen. L. nannte seine Kunst "losgelassene Geometrie".

<b>Lindi</b><br>Werbeplakat des Berner Künstlers für Kleider-Frey, 1950 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>
Werbeplakat des Berner Künstlers für Kleider-Frey, 1950 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Literatur
BLSK, 637

Autorin/Autor: Fred Zaugg