17/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Filet

Polit. Gem. VS, Bez. Östl. Raron. Im MA Dorf (1494 villagium) unter dem Namen Gifrisch (1374 Gifris), heute aus Einzelhöfen und Weilern (Pfäwi, Massolter, Halte u.a.) bestehende Streusiedlung beidseits der Rhone. 1850 100 Einw.; 1900 120; 1910 140; 1950 108; 1980 85; 2000 152. F. lag an der südseitigen Landstrasse ins Goms; die Gifrischbrücke wird 1544 erstmals erwähnt. Bis 1798 bildete F. mit Bister ein Viertel von Mörel-Grengiols im Zenden Raron. Ursprünglich Geteilschaft mit Mörel und Bister, dann Verselbstständigung. Verordnungen: 1477 Gifrischbach, 1519 und 1818 Wald, 1699 und 1760 Gemeindestatuten, 1706 Bürgerrecht, um 1728 Tunetschalp. 1816 Verkauf des Burgerhauses. 1875/77 scheiterte der Plan einer Fusion mit Mörel und Bister. Kirchlich gehört F. nach wie vor zur Pfarrei Mörel.


Literatur
– P. Arnold, Licht und Schatten in den 10 Gem.von Oestlich-Raron, 1961
– K. Anderegg, Siedlungsgebiet + Siedlungsbild von Mörel/F., [1976]
Kdm VS 3, 1991, 6-10, 82

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter