28/04/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Betten

Polit. Gem. VS, Bez. Östlich-Raron. Das Dorf mit den Hauptsiedlungen B. und Egga liegt auf einer sonnseitigen Terrasse auf 1200 m, die Bettmeralp (früher Terpetsch) auf 1900 m. 1243 Bettan. 1850 294 Einw.; 1880 350; 1900 311; 1930 287; 1950 373; 1980 494; 2000 449. 1343 wird eine Gemeinschaft der Dorfgenossen erwähnt. B. bildete mit Goppisberg ein Viertel des Zenden Östlich-Raron. Kirchlich gehörte B. früher zu Mörel. 1571 wurde die Annakapelle, 1696/97 die Kapelle Maria zum Schnee (früher dem hl. Jakob geweiht) auf Bettmeralp erbaut. 1748 Einrichtung eines Rektorates (erst ab 1765 besetzt), 1910 Pfarreigründung mit anschliessendem Bau der Herz-Jesu-Kirche anstelle der abgebrochenen Annakapelle. Im 17. Jh. wurde im nahen Bader ein Bleibergwerk betrieben. Dorfbrände 1676 und 1853. Der um 1930 einsetzende Tourismus (1951 Luftseilbahn, 1985 Autostrasse) brachte einen raschen Wandel in der Erwerbsstruktur des ehemaligen Bauerndorfes. Der 3. Sektor stellte 1990 79% der Arbeitsplätze. Das wirtschaftl. Leben und mit ihm die Bevölkerung verlagert sich immer mehr auf die Bettmeralp.


Literatur
– P. Arnold, Licht und Schatten in den zehn Gem. von Östlich-Raron, 1961
Kdm VS 3, 1991, 178-207

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter