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Dahinden, Justus

geboren 18.5.1925 Zürich, kath., von Zürich und Weggis. Sohn des Josef ( -> 3). ∞ 1950 Martha Arquint, Tochter des Hans, Ingenieurs. Stud. der Architektur an der ETH Zürich, 1949 Diplom, 1956 Dr. sc. techn. Seit 1955 eigenes Büro in Zürich. Ab 1974 o. Prof. für Architektur an der Techn. Univ. Wien. D., einer der vielbeschäftigsten und bekanntesten Schweizer Architekten, engagiert sich seit den 1960er Jahren insbesondere in urbanist. Studien, öffentl. Grossprojekten und Kirchenbauten. In gekippten Fassaden und ineinander verkeilten Mauerzügen zeigt sich seine Vorliebe für die Schräge und seine offenkundige Abneigung gegen die Vertikalität. Im Siedlungsbau lassen sich die Tendenz zu kleinzelligen Strukturen sowie Einflüsse des Zeltbaus ausmachen. D.s Publikation "Bauen für die Kirche in der Welt" (1966) befasst sich mit dem Kirchenbau in den Missionen. Davon zeugen u.a. seine beiden Kathedralen (1972, 1973) in Uganda. Preisträger bei nationalen und internat. Wettbewerben sowie mehrfache Auszeichnungen an der Weltbiennale der Architektur Interarch. 1985 Dr. h.c. der Univ. Buenos Aires, 1995 der Univ. Tiflis, 1996 der Techn. Univ. Bratislava.


Literatur
Architektenlex., 139 f., (mit Werkverz.)
Luoghi dell'Infinito, Nr. 40, April 2001, (Kulturbeil. des "Avvenire")

Autorin/Autor: Fabrizio Brentini