Acta Murensia

Lat. Bericht (Acta fundationis monasterii Murensis) zur Gründung und Frühgesch. der Benediktinerabtei Muri, verfasst um 1160 von einem unbekannten Mönch, Anhänger der damals von St. Blasien (D) getragenen Klosterreform. Ziel der Acta Murensia war die Sicherung der Reform und des klösterl. Stiftungsguts mit Grundeigentum vom Elsass bis in die Innerschweiz, auf das die Habsburger sowohl als Gründerfam. wie auch als Kastvögte Ansprüche erhoben. Die aus älterer Tradition schöpfenden Acta Murensia enthalten die Klostergesch. sowie ein umfassendes Güterurbar von archaischem Gepräge. Die für die Mittelalterforschung ausserordentl. interessante Quelle ist nur in einer Kopie des ausgehenden 14. Jh. erhalten, mit Einschüben und modernisierter Ortsnamenschreibung durch den unbekannten Kopisten.


Archive
– StAAG
Quellen
QSG III/3, 3-106
Literatur
– A.-M. Dubler, J.J. Siegrist, Wohlen, 1975, 76 f.
Innerschweiz und frühe Eidgenossenschaft, 2 Bde., 1990, (s. Reg. zu Muri)

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler