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Möllinger, Franzisca

geboren 15.3.1817 Speyer, gestorben 26.2.1880 Fluntern (heute Gem. Zürich). Tochter des David und der Rosina geb. Ficht. Ledig. 1836 kam M. mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Otto, der an der Kantonsschule Solothurn eine Stelle als Lehrer antrat, in die Schweiz. Nach dessen Entlassung auf Betreiben kirchl. Kreise zog die Fam. 1872 nach Fluntern. Als erste in der Schweiz tätige Fotografin bzw. Daguerrotypistin veröffentlichte M. 1844-45 im Eigenverlag 16 Veduten und Stadtansichten der Schweiz für ein auf 120 Blätter geplantes Mappenwerk. Daguerrotypien - Unikate - lithografiert zu vervielfältigen, war ein in der Schweiz zuvor nicht angewandtes Verfahren. Die einzige erhaltene Originaldaguerrotypie, eine Ansicht des Schlosses Thun von 1844, gilt als bedeutender Beleg aus der Frühzeit der schweiz. Fotografiegeschichte.


Literatur
– C. Lichtin, «Franziska M.», in Gegenwartskunst in Solothurn, 2000, 45-53

Autorin/Autor: Michael Gautier