No 20

Sprecher, Johann Andreas von

geboren 31.8.1819 Chur, gestorben 8.1.1882 Chur, ref., von Chur. Sohn des Johann Andreas, Mitglied des Kl. Rats und Chefs des Handelshauses Sprecher & Roffler, und der Elisabeth geb. von Salis-Soglio. ∞ Elisabeth von Salis-Grüsch. Nach dem Zusammenbruch der väterl. Firma 1824 Übersiedlung nach Neuwied (Rheinland-Pfalz), dort Ausbildung an der Herrnhuter Knabenanstalt, Gymnasium in Wetzlar (Hessen), sprachwissenschaftl. Studien in Bonn und Heidelberg. Lehrer in Neuenburg, Genf, Chur, Basel, 1847-48 in Wien. Als Anhänger der liberalen Revolution 1849 Offizier in der ungar. Honvéd-Armee. Nach Gefangenschaft in Österreich und Aufenthalt in England als Privatgelehrter im Haushalt seiner Schwester in Thalheim (AG). 1854-64 Aktuar des bündner. Erziehungsrates. Verfasser von Novellen und hist. Romanen sowie der berühmten "Geschichte der Republik der drei Bünde (Graubünden) im achtzehnten Jahrhundert" (1872-75; 1976 Neuedition des 2. Bands von Rudolf Jenny unter dem Titel "Kulturgeschichte der Drei Bünde im 18. Jh." ).


Werke
Donna Ottavia, 1878
Die Fam. de Sass, 1881
Literatur
– H. Grass, Johann Andreas von S., 1945
– B. Hartmann, «Johann Andreas von S.», in Bedeutende Bündner aus fünf Jahrhunderten 2, 1970, 73-86

Autorin/Autor: Adolf Collenberg