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Plagne

Polit. Gem. BE, Bez. Courtelary. Strassendorf in Hanglage im Tal von Vauffelin. 1311 Blenn (Kopie von 1441), 1610 Plaentsch, dt. früher Plentsch. 1850 262 Einw.; 1900 292; 1950 240; 1970 277; 2000 393. 1311 figurierte P. unter den Lehen der Kirche von Basel, die sie an Bourkard de La Roche vergab. Bis 1797 gehörte der Ort zur Herrschaft (oder Vogtei) Erguel im Fürstbistum Basel, danach zu den franz. Departementen Mont-Terrible und Haut-Rhin sowie ab 1815 zum Kt. Bern. P. war stets nach Vauffelin kirchgenössig. 1867 entstanden die Gem. und die Burgergemeinde. Südlich von Les Ferrières gab es geringe Eisenvorkommen. Die Metallurgie, hauptsächlich die Kesselmacherei sowie die Nägel- und Fässerherstellung, bildete neben der Landwirtschaft eine wichtige Einkommensquelle. Auch weisse Tonerde für die Töpferei wurde gestochen und exportiert. Ende des 18. Jh. setzte die Uhrmacherei in Heimarbeit ein. Der Brand von 1862 zerstörte das Dorfzentrum, das wieder aufgebaut wurde. Wegen der Zuzüger, die hauptsächlich aus Biel stammten, entwickelte sich das Dorf ab den 1970er Jahren rasch.


Literatur
– R. Salzmann, Recensement architectural de la commune de P., 2000

Autorin/Autor: Christine Gagnebin-Diacon / SK