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Oechsli, Wilhelm

geboren 6.10.1851 Zürich, gestorben 26.4.1919 Weggis, ref., von Zürich. Sohn des Hans Rudolf und der Elisabeth geb. Laubi. ∞ 1877 Maria Anna Barbara Burkhard, Tochter des Anton. Stud. der Theologie, später der Geschichte in Zürich und Berlin, Studienaufenthalte in Paris, England und den Niederlanden, 1873 Dr. phil. an der Univ. Zürich. 1876-93 Lehrer an der Höheren Töchterschule Winterthur. 1887 o. Prof. für Schweizer Geschichte am Eidg. Polytechnikum und ab 1893 auch an der Univ. Zürich. Bekanntheit erlangte O. durch seine im Auftrag des Zürcher Regierungsrats verfassten Lehrbücher zur Weltgeschichte sowie zur Schweizer Geschichte. Ihm gelang die Einbindung der populären Überlieferung in eine wissenschaftlich begründbare Schweizer Geschichte. Zusammen mit Johannes Dierauer und Karl Dändliker schuf O. eine polit. Geschichte, welche die Basis einer kollektiven Identität für die viersprachige und plurikonfessionelle Bevölkerung der Schweiz legte. Dr. h.c. der Univ. Genf.


Werke
Die Anfänge der schweiz. Eidgenossenschaft, 1891
Gesch. der Schweiz im neunzehnten Jh., 2 Bde., 1903-13
Literatur
– S. Buchbinder, Der Wille zur Gesch., 2002, 101-164

Autorin/Autor: Susanne Peter-Kubli