14/07/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Nax

Polit. Gem. VS, Bez. Hérens. Auf einem Geländevorsprung (1302 m) am Eingang des Val d'Hérens gelegen. 1001-1100 Nas. 1850 361 Einw.; 1900 483; 1950 516; 2000 383. Vom frühen 13. Jh. bis ins späte 18. Jh. war N. mit Vernamiège ein bischöfl. Meiertum. Ab 1366 gehörte es zum Zenden Sitten. 1687 schloss N. einen Burgrechtsvertrag mit der Talgem. Grône ab. 1798 kam die Gem. zum neuen Bez. Hérémence, der 1815 zum Bez. Hérens wurde. Über einer karoling. Kapelle aus dem 8./9. Jh. entstand die 1034 geweihte Kirche St. Mauritius, die als Pfarrkirche für N. und Vernamiège diente. Die Kirche hatte einen polygonalen Chor und einen Glockenturm; 1640 folgte der Ausbau zur Barockkirche (1695 Weihe), die 1872-74 erneut umgebaut und erweitert wurde. 1915 trennte sich Vernamiège von der Pfarrei N. Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jh. konnte dank eines vielfältigen tourist. Angebots gebremst werden. 2008 entschieden sich N., Mase und Vernamiège, auf 2011 zur neuen Gem. Mont-Noble zu fusionieren.


Literatur
– A. Gaspoz, J.-E. Tamini, Essai d'histoire de la vallée d'Hérens, 1935
– H.-J. Lehner et al., «Résultats importants d'une fouille d'urgence», in Vallesia, 1991, 237-244

Autorin/Autor: Pierre Carruzzo / GL