Nax

Ehemalige politische Gemeinde VS, Bezirk Hérens, seit 2011 mit Mase und Vernamiège Teil der neuen Gemeinde Mont-Noble. Auf einem Geländevorsprung (1302 m) am Eingang des Val d'Hérens gelegen. 1001-1100 Nas. 1850 361 Einw.; 1900 483; 1950 516; 2000 383. Vom frühen 13. Jh. bis ins späte 18. Jh. war N. mit Vernamiège ein bischöfl. Meiertum. Ab 1366 gehörte es zum Zenden Sitten. 1687 schloss N. einen Burgrechtsvertrag mit der Talgemeinde Grône ab. 1798 kam die Gemeinde zum neuen Distrikt Hérémence, der 1815 zum Bezirk Hérens wurde. Über einer karoling. Kapelle aus dem 8./9. Jh. entstand die 1034 geweihte Kirche St. Mauritius, die als Pfarrkirche für N. und Vernamiège diente. Die Kirche hatte einen polygonalen Chor und einen Glockenturm; 1640 folgte der Ausbau zur Barockkirche (1695 Weihe), die 1872-74 erneut umgebaut und erweitert wurde. 1915 trennte sich Vernamiège von der Pfarrei N. Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jh. konnte dank eines vielfältigen tourist. Angebots gebremst werden.


Literatur
– A. Gaspoz, J.-E. Tamini, Essai d'histoire de la vallée d'Hérens, 1935
– H.-J. Lehner et al., «Résultats importants d'une fouille d'urgence», in Vallesia, 1991, 237-244

Autorin/Autor: Pierre Carruzzo / GL