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Büchi, Albert

geboren 1.6.1864 Frauenfeld, gestorben 14.5.1930 Freiburg, kath., von Ettenhausen (heute Aadorf). Sohn des Josef Nikolaus, Lehrers und Staatskassiers des Kt. Thurgau, und der Maria Agatha geb. Baumgartner. ∞ 1895 Marie Rogg. Stud. der Geschichte an den Univ. Basel, Berlin und München, 1889 Dr. phil. in München. Ab 1889 PD, ab 1891 o. Prof. für Schweizer Geschichte an der Univ. Freiburg. B.s Arbeiten befassen sich in erster Linie mit der Geschichte und Historiografie des 15. und 16. Jh. (Humanismus, Burgunderkriege, Freiburg im SpätMA). Als sein Hauptwerk gilt die zweibändige Biografie über Kardinal Matthäus Schiner (1923-37). 1893 Mitbegründer des Dt. Geschichtsforschenden Vereins des Kt. Freiburg (bis 1930 Präs.), 1907 der Vereinigung für Schweiz. Kirchengeschichte. Förderer der kath. Geschichtswissenschaft in der Schweiz.


Archive
– StATG, Teilnachlass
Literatur
– A. Bertschy, 237 Biogr. zum kulturellen Leben Deutschfreiburgs 1800-1970, 1970, 76-84, (mit Werkverz.)
Spiegel der Wiss., Ausstellungskat. Freiburg, 1990, 97 f.
Gesch. der Univ. Freiburg, Schweiz, 1889-1989, Bde. 2-3, 1991-92
– G.P. Marchal, «Zwischen "Geschichtsbaumeistern" und "Römlingen"», in Krisenwahrnehmungen im Fin de siècle, hg. von M. Graetz, A. Mattioli, 1997, 177-210

Autorin/Autor: Ernst Tremp