Pfingstliche Freikirchen

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Prot. Bewegung, die 1906 von einem afroamerikan. Täuferprediger in Los Angeles gegründet wurde. Die P. verbreiteten sich rasch über die ganze Welt und stiegen - gemessen an der Zahl ihrer Mitglieder - zur zweitgrössten christl. Konfession auf. Im Zentrum ihrer Theologie steht das Wirken des Hl. Geistes als Ausdruck der Macht Gottes. In der Schweiz trat die Bewegung ab 1907 in Zürich auf und festigte sich während einer Konferenz evangelikaler Pfarrer 1910. An einer zweiten Konferenz in Basel 1911 wurde die Schweiz. Pfingstmission ins Leben gerufen. Vor 1917 entstand in Lausanne eine Kirche. Im Bund P. der Schweiz, der zu Beginn des 21. Jh. über 20'000 Mitglieder zählte, sind über 350 Kirchen mit unterschiedl. Namen zusammengeschlossen, u.a. Gemeinde für das Urchristentum (heute BewegungPlus), Assemblées de Dieu, Eglise apostolique évangélique romande, Fraternité chrétienne, Schweiz. Zigeunermission, Eglises evangéliques de Réveil, Fédération d'églises et communautés du Plein Evangile. Die Bibelschulen der P. in Emmetten und Gunten wurden 1998 geschlossen.


Literatur
Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements, hg. von S.M. Burgess, G.B. McGee, 41990
– O. Eggenberger, Die Kirchen, Sondergruppen und religiösen Vereinigungen, 61994, 108-131
Leben und Glauben, 23.5.1996, 34-37

Autorin/Autor: Gilbert Marion / ANS