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Religionen

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Aus kulturwissenschaftl. Sicht bezeichnet der Begriff R. soziokulturell verfasste Symbolsysteme, die auf bestimmten Annahmen und Vorstellungen bezüglich einer allg. Seinsordnung gründen, diese in versch. Sprach-, Bild- oder Handlungsmedien darstellen und mit ihnen ein bestimmtes Ethos, Verhaltensregeln und rituelle Praktiken assoziieren, deren Verbindlichkeit durch gemeinschaftl. Organisation und Institutionalisierung gestützt wird. Welche Funktion die Religion in einer Gesellschaft, für Gruppen oder Einzelne erfüllt, ist dem hist. Wandel unterworfen und jeweils kontextbezogen (z.B. regional-, schicht- oder traditionsspezifisch) zu bestimmen. Dabei sind neben Entwicklungen auf der Ebene religiöser Experten und sozialer Eliten auch Bräuche und Volksfrömmigkeit zu beachten. Für die hist.-wissenschaftl. Erforschung der R. in der Schweiz steht seit jeher die Beschäftigung mit der regionalen Kirchengeschichte im Vordergrund, was nicht nur auf die Quellenlage, sondern ebenso sehr auf institutionelle Interessen und theoret. (teilweise ideolog.) Prämissen zurückzuführen ist.

Quellen der Religionsgeschichte, auf der hier der Schwerpunkt liegt, sind neben Texten v.a. Bauten, Bilder und Objekte, die in unterschiedl. Weise über religiöse Vorstellungen und Praktiken einer Gesellschaft und ihrer Teile (Milieus, Gruppen, Bewegungen) informieren. Die Religionsgeschichte der Moderne kann darüber hinaus auf statist. und demoskop. Daten zurückgreifen. Dass die Religionsgeschichte älterer Perioden mehrheitlich Riten und Brauchtum, die neuere Religionsgeschichte v.a. Glaubensvorstellungen und Ritualnutzung bzw. -partizipation thematisiert, ist einerseits den Quellen geschuldet, hängt aber auch mit Verschiebungen im westeurop. Verständnis von R. von kollektiv verbindl. Praktiken zu individuellem "Fürwahrhalten" zusammen.

Autorin/Autor: Christoph Uehlinger

1 - Charakteristika der schweizerischen Religionsgeschichte

Die Religionsgeschichte der Schweiz ist zunächst durch die geogr. Gegebenheiten bestimmt: die regionale Ausrichtung der drei Sprachgebiete auf unterschiedl. Grossräume (süddt. Raum, Rhonetal und Frankreich, Lombardei), die zentrale Bedeutung des Alpenraums für den Verkehr, die damit zusammenhängende Binnenorganisation und die grossen regionalen Unterschiede zwischen Berggebieten und Mittelland in Bezug auf die Wirtschaftsstruktur.

Im alpinen Raum, v.a. in den kath. Gebieten, hat sich religiöses Brauchtum mit teilweise vorchristl. Wurzeln bis in die Gegenwart erhalten. Dagegen waren die Städte des Mittellands seit jeher Zentren intellektueller Innovation (Christianisierung, Reformation) und organisator. Durchdringung auch im religiösen Bereich. Trotz überregionaler Ausstrahlung einzelner Klöster (St. Gallen, Romainmôtier, Saint-Maurice, Einsiedeln) oder Zentren der Reformation (Zürich, Genf) in die jeweiligen Grossräume ist es jedoch selbst unter den Bedingungen des modernen Bundesstaats seit 1848 nie zur Herausbildung eines das gesamte Territorium der Eidgenossenschaft verbindenden, religiös führenden Orts gekommen. Dagegen stand seit dem 16. Jh. die kantonale und kommunale Bevorzugung jeweils einer christl. Konfession (Katholizismus, Protestantismus), die unterschiedl. Frömmigkeitsmuster förderte und erst ab dem späteren 18. Jh. vornehmlich in den Städten einer langsam zunehmenden konfessionellen Durchmischung wich. Mochte die religiöse Ausstrahlung einzelner Städte zeitweise über die Landesgrenzen hinausreichen - dies gilt besonders für Genf und den Calvinismus ("prot. Rom"), wie umgekehrt Mailand während der Kath. Reform einen Bezugspunkt für die kath. Orte der Eidgenossenschaft bildete - so blieb sie innerhalb der Schweiz doch meist auf das unmittelbare regionale Umfeld beschränkt. Allein Freiburg stellte mit seiner 1891 gegr., lange Zeit einzigen kath. Universität und einer Vielzahl von Orden (Mönchtum) und Kongregationen bis ins letzte Drittel des 20. Jh. einen Zentralort für die Eliten der kath. Orte der Schweiz dar.

Von diesem Spezialfall abgesehen, beschränkt sich die gesellschaftl. Integrationsfunktion der Religion in der Schweiz seit der Reformation auf die lokale, regionale oder kant. Ebene. Spätestens seit dem Sonderbundskrieg und dem Ende des Kulturkampfs ist der Vorrang des polit. Zweckbündnisses der Stände im Föderalstaat gegenüber religiös-konfessionellen Differenzen allseits anerkannt (Konfessioneller Friede). Aufklärung, Helvetik und Liberalismus haben Religiöse Toleranz und Religionsfreiheit hervorgebracht und verfassungsmässig festgeschrieben. Im modernen Bundesstaat koexistieren nicht nur Kantone unterschiedl. Konfessionstradition (Konfessionelle Parität), sondern auch solche mit intensiv gepflegten Traditionen der Verbindung von Religion und Republik (etwa Bern, Zürich und Waadt als reformierte, Freiburg und Wallis als kath. Beispiele) mit solchen bewusster Laizität (wie Genf und Neuenburg). Anders als in den meisten europ. Staaten konnte sich das Nationalbewusstsein in der Schweiz im 19. und 20. Jh. nie direkt einer religiösen, aber auch keiner dezidiert antireligiösen Legitimation bedienen. Zivilreligiöse Symbole (Helvetia, Vaterland und Opfergeist) hatten jeweils nur in Krisenzeiten Konjunktur.

Autorin/Autor: Christoph Uehlinger

2 - Religiöse Traditionen

Über das religiöse Brauchtum der Kelten informieren vereinzelte archäolog. Befunde und Traditionen, die in röm. Zeit weitergepflegt wurden und sich etwa in Götternamen und galloröm. Tempeln erhalten haben (Romanisierung). Mit der röm. Verwaltung kamen ab 15 v.Chr. auch röm. Gottheiten und Kulte ins Land, die ab dem 4. Jh. dem zunächst wiederum über Beamte und Besitzer von Landgütern vermittelten, später von Klöstern geförderten Christentum weichen mussten. Die fortschreitende Christianisierung vermochte - u.a. durch die Heiligenverehrung - ein polytheist. Symbolsystem in ein theoretisch monotheistisches zu überführen und im Bereich der Flur- und Wegsicherung, Heilungspraktiken, Totenpflege usw. eine Vielzahl von vorchristl. Bräuchen und Vorstellungen zu integrieren. Neben inkludierenden kennt die Geschichte des vorreformator. Christentums in der Schweiz aber auch klar exkludierende Tendenzen (Ketzer).

Einen tieferen Einschnitt bedeutete die Reformation, welche in den meisten städt. und einigen Länderorten der Eidgenossenschaft die Religion der polit. Kontrolle von Zünften und Patriziat unterwarf. Protestantismus und Stadtherrschaften, deren Interessen wesentlich durch Gewerbe und Handel bestimmt waren, gingen damit ein Zweckbündnis ein. Zahlreiche Ausdrucksmittel herkömml. Religionsausübung (Heiligenverehrung, Bilderkult, Prozessionen, Pilgerwesen usw.) wurden abgeschafft (Bildersturm), profaniert oder zu städt. Zivilritualen transformiert, Klöster und Bildungsprivilegien der Ordensleute aufgehoben; aus zölibatären Klerikern wurden verheiratete ref. Pfarrer, deren Expertise sich nicht mehr in erster Linie auf Kult und Ritual, sondern Belehrung in Fragen der Schriftdeutung und Sittlichkeit bezog. Stände oder Gem. optierten im Gefolge der Reformation für die eine oder andere Konfession (Konfessionalismus), was die Geschichte der Schweiz geprägt hat. Die für die Entwicklung der Eidgenossenschaft entscheidenden wirtschaftl., polit. und sozialen Innovationen gingen fortan meist von den ref. Ständen aus. Die enge Bindung der ref. Landeskirchen an die politisch und wirtschaftlich Erfolgreichen und der daraus folgende säkulare Zweckpragmatismus blieben freilich nie ohne Widerspruch. Die Geschichte des Protestantismus hat seit der Bewegung der Täufer im 16. Jh. eine Vielzahl idealist., spiritualist. (Pietismus, Pfingstliche Freikirchen) oder fundamentalist. Oppositionsbewegungen (Protestantischer Fundamentalismus, Freikirchen und Sekten) hervorgebracht. Internat. Filialgemeinden anderer Kirchen prot. Tradition (die Anglikanische Kirche, Baptisten, Darbysten, Methodisten usw.) trugen das ihre zur Diversität des schweiz. Protestantismus bei.

Im Bereich der Katholischen Kirche vermochten die Katholische Reform und die Gegenreformation den mit der Reformation einhergehenden Entsakralisierungs- und Rationalisierungsschub nur bedingt zu kompensieren. Die kath. Stände blieben lange Zeit agrarisch und kulturell konservativ. Erst als im 19. Jh. der wirtschaftl. und techn. Fortschritt auch die kath. Kantone und ihre Eliten erreichte, zugleich immer mehr Katholiken in die mehrheitlich ref. Städte abwanderten und sich die kath. Bevölkerung zunehmend als eigentl. Milieu konstituierte, wurden schrittweise durch Gründung von Presseorganen, der Kath. Volkspartei, der Univ. Freiburg usw. die Voraussetzungen für eine umfassende Partizipation am schweiz. Gemeinwesen geschaffen. Schweiz. Partikularismus entsprechend passten sich auch die kath. Strukturen (v.a. auf der Ebene der Pfarrei bzw. Kirchgemeinde) stärker als in anderen Ländern demokrat. Gepflogenheiten an; die damit einhergehende, nur den Kult nicht tangierende Rechtsstellung und Partizipation der Laien dürfte wesentlich zur relativ grossen Kohäsion des Schweizer Katholizismus trotz Abspaltungen nach "links" nach dem 1. (Christkatholische Kirche) und nach "rechts" nach dem 2. Vatikan. Konzil (Integralismus) beigetragen haben. Im 20. Jh. waren es dann v.a. Migranten, welche den kath. Bevölkerungsanteil stärkten und zu seiner religiösen Revitalisierung beitrugen. Ausschliesslich migrationsbedingt entstanden daneben auch Zweige sog. orientalischer (Armenier, Assyrer, Chaldäer usw.) und der Orthodoxen Kirchen. Die weltweite christl. Ökumene hat seit 1948 in Genf als dem Sitz des Ökumen. Rats der Kirchen ihr Zentrum.

Seit dem 12. bzw. 13. Jh. sind in Schweizer Städten Juden bezeugt (Judentum). Sie sahen sich hier bis ins 19. Jh. ähnl. Benachteiligungen ausgesetzt wie im übrigen Westeuropa und erreichten erst ab 1866 eine hinreichende Anerkennung und institutionelle Konsolidierung. Aufklärung, Liberalismus und Kolonialismus - an Letzterem partizipierte die Schweiz allerdings nur indirekt (Missionen) - hatten im 19. Jh. eine generelle Pluralisierung religiöser Anschauungen und Praktiken zur Folge, wenngleich diese zunächst nur gebildete Eliten betraf (Freimaurerei). Die gelehrte Beschäftigung mit den sog. Weltreligionen begünstigte im späten 19. Jh. die Formulierung alternativer Weltanschauungen wie Anthroposophie und Theosophie. Hinduismus und Buddhismus wurden in der Schweiz lange Zeit eher als Philosophien denn als R. rezipiert, im 20. Jh. dann auch als Vermittler alternativer Körperkultur (Yoga, Zen, Ayurveda usw.). Religiöse Bedeutung in einem spezif. und umfassenderen Sinn haben südost- und ostasiat. Traditionen in der Schweiz erst in Verbindung mit Neuen religiösen Bewegungen (z. B. International Society for Krishna Consciousness) und globalen Migrationsströmen erlangt.

Im letzten Drittel des 20. Jh. hat sich schliesslich der Islam zu einer für die Religionsgeschichte der Schweiz bedeutsamen Grösse entwickelt: Seit den 1990er Jahren bilden Muslime die drittgrösste Religionsgruppe, die zunehmend auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Die grosse Mehrheit der 2010 in der Schweiz lebenden Muslime hat einen Migrationshintergrund, wobei im französischsprachigen Landesteil wohnhafte Muslime v.a. aus arab. Ländern, im deutschsprachigen Landesteil lebende mehrheitlich aus Südosteuropa, der Türkei und dem Iran stammen. Dazu kommt eine wachsende Zahl von Schweizer Konvertiten.

Autorin/Autor: Christoph Uehlinger

3 - Säkularisierung, Individualisierung, Pluralisierung

Das Entsakralisierungsprogramm der Reformation ist nicht nur als religiöse Antwort auf ein religiöses Problem zu verstehen, sondern Teil eines umfassenderen gesellschaftl. Wandels, der mit Entwicklungen im Bereich der Medienkultur, der Wissenschaften, der Technik oder der Wirtschaft zusammenhängt. Er ist als "Entzauberung" der Welt beschrieben und als Säkularisierung bezeichnet worden, womit die Ersetzung religiöser durch nicht religiöse Wirklichkeitsdeutungen gemeint ist (Szientismus, Rationalismus). Dieser Prozess, der in Variationen ganz Europa geprägt hat, bewirkte zugleich eine schrittweise Aussonderung des Religiösen als Separatbereich gesellschaftl. Kommunikation. Nicht bestätigt hat sich die Annahme, die R. würden mit fortschreitender wissenschaftl.-techn. Entwicklung hinfällig. Dagegen standen nicht nur die Beharrungskräfte religiöser Institutionen und Praktiken, sondern auch das Innovationsvermögen der R., die sich neuen Formen der Kontingenzerfahrung anzupassen wussten. Gleichwohl verlagerten sich zahlreiche Funktionen des religiösen Felds in der Moderne in benachbarte, religiös neutrale Bereiche gesellschaftl. Kommunikation (Kultur, Kunst, Sport, Tourismus usw.). Die Kirchen als religiöse Grossorganisationen meisterten diese Entwicklung, indem sie herkömml. Aufgaben im Bereich der Bildung, der Gesundheits- und der Sozialversorgung (Diakonie, Entwicklungszusammenarbeit) weiterführten, die Schwächen des liberalen Staates kompensierten; ausserdem vermochten sie ihre Monopolstellung als Anbieter von Ritualen für wesentl. Übergangssituationen des Lebens (Taufe, Hochzeit, Bestattung) für die Mehrheit der Landesbevölkerung bislang erfolgreich zu verteidigen. Die Plausibilität von Religion bemisst sich unter solchen Voraussetzungen nicht mehr in erster Linie nach der Wahrheit ihrer "Botschaft", sondern nach ihrem gesellschaftl. Nutzen und zunehmend auch nach ihrer medialen Perfomanz.

Gegenüber traditionellen Religionsmustern neu war die im Zuge der Aufklärung propagierte Glaubens- und Gewissensfreiheit des Individuums. Mit der Individualisierung und Privatisierung religiöser Anschauungen ging seit dem 19. Jh. eine Relativierung ihrer Verbindlichkeit und des Anspruchs religiöser Institutionen einher, Wahrheit im Hinblick auf das Letzte und Ganze zu formulieren. Als Gegenbewegung zu kollektivist. Tendenzen der gesamtgesellschaftl. Organisation entstanden im 20. Jh. zahlreiche neue Gruppierungen, die religiöses Engagement mit gemeinschaftl. Nähe verbinden, was den Grossorganisationen nur teilweise gelingt. Auch in der modernen Schweiz hat sich im Laufe des 20. Jh. ein religiöser Markt ausgebildet, dessen Angebotsvielfalt unterschiedl. Kombinationen von Anschauungen und Praktiken erlaubt, worauf kleine Gruppierungen oft durch Ausbildung von Kontrollmechanismen reagieren. Eine in den 1990er Jahren durchgeführte Repräsentativbefragung erhob landesweit eine beträchtl. religiöse Diversität, die nahezu jeden Einzelnen als Sonderfall erscheinen liess. Eine zehn Jahre später vorgelegte Studie bestätigte dieses Ergebnis und unterstrich neben dem relativen Beharrungsvermögen der religiösen Grossanbieter auch die deutliche Zunahme der sog. Religionslosen.

In der Gesellschaft der Gegenwart wird Religion zunehmend in globalen Zusammenhängen, namentlich unter dem Gesichtspunkt ihres Konfliktpotenzials, thematisiert. Welche Bedeutung der Religion und den R. in einer multiethn. Gesellschaft zukommen soll, die nicht mehr allein durch die regionale Religionsgeschichte, das christl. Erbe und die schweiz. Rechtsordnung bestimmt wird, bedarf somit der erneuten Aushandlung, ebenso das Verhältnis von Religionsfreiheit, öffentl. Ordnung und Gemeinwohl. Ein besonders sensibler Seismograf für einschlägige Positionen in der schweiz. Gesellschaft ist die Debatte über den Status des Religionsunterrichts an öffentl. Schulen.

Autorin/Autor: Christoph Uehlinger

Quellen und Literatur

Literatur
Jede/r ein Sonderfall? Religion in der Schweiz, hg. von A. Dubach, R.J. Campiche, 1993
Storia religiosa della Svizzera, hg. von F. Citterio, L. Vaccaro, 1996
– C. Bovay, L'évolution de l'appartenance religieuse et confessionnelle en Suisse, 1997
TRE 30, 682-712
Histoire religieuse de la Suisse, hg. von G. Bedouelle, F. Walter, 2000
Religion in Gesch. und Gegenwart 7, 42004, 1064-1071
– C. Bovay, Religionslandschaft in der Schweiz, 2004
– R.J. Campiche et al., Die zwei Gesichter der Religion: Faszination und Entzauberung, 2004
Eine Schweiz - viele R., hg. von M. Baumann, J. Stolz, 2007
Europ. Religionsgeschichte, hg. von H.G. Kippenberg et al., 2009
– R.J. Campiche, La religion visible, 2010 (mit Bibliogr.)

Autorin/Autor: Christoph Uehlinger