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Senger, Hugo de

geboren 13.9.1835 Nördlingen (Schwaben), gestorben 18.1.1892 Genf, kath., aus Deutschland. Sohn des Franz Ludwig Rigel, Juristen, und der Clementine geb. Boeck. ∞ 1) Elisabeth Friedericke Helene von Schmetzer, aus Deutschland, 2) Eliza Clementine Vaughan, aus Grossbritannien, 3) Mathilde Trampedach, aus den Niederlanden. Rechtsstud. in München und Leipzig, Promotion, Klavier- und Kompositionsstud. am Konservatorium Leipzig. 1861-65 Dirigent am Stadttheater St. Gallen, 1865-66 am Stadttheater Zürich und 1866-69 des Orchestre de la Ville et de Beau-Rivage in Lausanne. 1869-71 und 1874-80 dirigierte S. in Genf die neu gegr. Société des concerts symphoniques und von 1880 bis zu seinem Tod das von ihm gegr. Stadtorchester Genf. Er leitete zudem mehrere Chöre in Genf und trug massgeblich zum Ausbau des Genfer Musiklebens und des Chormusikwesens in Genf und der Waadt bei. Von seinem musikal. Schaffen wurden v.a. seine Lieder auf Texte von Eduard Mörike, die Musik für die Fête des Vignerons in Vevey 1889 und die "Cantate du Général Dufour" für Chor und Orchester (1884) bekannt.


Archive
– BGE, Nachlass
Literatur
– C. Tappolet, Hugo de S., 1835-1892, 1985
Encycl.GE, 10, 120, 124-131
RISM CH
Die Musik in Gesch. und Gegenwart, Personentl. 15, 22006, 591 f.

Autorin/Autor: Antonio Baldassarre