11/06/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Bellwald

Polit. Gem. VS, Bez. Goms. Streusiedlung auf einer Kuppe zwischen dem Rhone- und dem Fieschertal mit dem Zentrum B. und den Weilern Ried, Eggen, Bodmen und Fürgangen. Der Name (1273 Beliwalt, 1293 Belwalt) bezeichnete zuerst den Berg und ging später auf die Hauptsiedlung (1374 Zblattun) über. 1850 266 Einw.; 1900 285; 1950 265; 2000 427. Die Weiler schlossen sich 1384 in der Bauernzunft zusammen und regelten ihr Leben durch Wasserordnungen von 1371 und 1436, das Alpreglement Richinen 1499 und Burgerstatuten 1555. B. wies im 14. Jh. Adelsbesitz (von Raron) und dem Bf. von Sitten zinspflichtige Bauern auf und bildete mit Fieschertal eines der neun Viertel des Zenden Goms. Es war nach Ernen kirchgenössig, bevor 1697 - verbunden mit dem Bau der Kirche Sieben Freuden Mariens - eine eigene Pfarrei entstand. Die Kollatur blieb bis 1884 bei der Mutterkirche. Fürgangen (nach Ernen kirchgenössig geblieben) schloss sich der neuen Pfarrei erst 1963 an. Wirtschaftl. Grundlage bildete die Landwirtschaft. Die Erschliessung mit Bahn 1915 (Station Fürgangen), Luftseilbahn 1956 und Strasse 1962 löste eine hektische tourist. Entwicklung aus (2002 6 Bahnen und Lifte, 1'200 Ferienwohnungen, 4'300 Betten).


Literatur
Kdm VS 2, 1979, 290-347
B., 21993

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter