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Ausserbinn

Polit. Gem. VS, Bez. Goms. Kleine geschlossene Haufenansiedlung an der Flanke des äusseren Binntals, auf ca. 1300 m Höhe. 1374 Buyn exterior, 1378 Usserbun. 1816 35 Einw.; 1850 55; 1900 42; 1950 59; 2000 47. Kelt. und galloröm. Grabfunde weisen auf eine Besiedlung zur Latène- und Römerzeit hin. Im Anschluss an einen Loskauf der Pfarrei Ernen von bischöfl. Lasten (1445/49) entstand die Bauernzunft von 1568, welcher zwei Pfander (Aufseher) vorstanden. A. entwickelte sich unabh. vom inneren Binntal und ist Teil des Zendenviertels wie auch der Pfarrei Ernen. 1678 wurde die Kapelle des hl. Theodul erbaut. Erst 1948 erfolgte die Trennung von Burger- und Einwohnergem. 1979 wurde eine Sternwarte eingerichtet. Heute gibt es in A. rund 200 Fremdenbetten. Eine eigene Schule bestand 1950-70.


Literatur
Kdm VS 2, 1979, 139-147
A., 1988

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter