Zwischbergen

Polit. Gem. VS, Bez. Brig, auf der Südseite des Simplonpasses gelegen und auf drei Seiten an Italien angrenzend. Beim Dorf Gondo, dem Zentrum der Gem., beginnt das nach Südwesten orientierte Zwischbergental mit den Weilern Bellegge, Bifig, Bord, Egerten, Furgge, Hof und Katzhalden. 1304 Zewischeneberuen, 1390 Zwisbergen. 1798 59 Einw.; 1850 43; 1900 131; 1950 249; 2000 78. Die schon im 16. Jh. bestehende Pfarrei Gondo wurde 1637 neu gegründet. Von der Pfarrkirche St. Markus in Gondo, die in Teilen ins HochMA zurückreicht, sind die 1642 in Bord und 1715 in Maria Bru (Wallfahrtsort) gebauten Kapellen abhängig. Die Pfarrei wurde 1822 vom Bistum Novara gelöst und dem Bistum Sitten angegliedert. Sie wird seit 1990 vom Pfarrer von Simplon betreut. Vom 17. Jh. bis 1875 besass die Fam. von Stockalper in Z. eine Goldmine. 1741 betrieb Franz Joseph Burgener ein Eisenbergwerk. Eine Goldminengesellschaft, die eigene Münzen ausgab, ging 1896 Konkurs. Begehbare Wege führen aus dem Tal über den Zwischbergenpass ins Saastal und den Monscerapass nach Italien. Neben der Alpnutzung spielt die Energiegewinnung aus dem Talbach Grosswasser für Z. eine Rolle. 1952 wurden die Staumauer Z. und die Zentrale Gondo in Betrieb genommen.


Literatur
– P. Arnold, Gondo-Z. an der Landesgrenze am Simplonpass, 1968
– J. Squaratti, Mein Z., 2005

Autorin/Autor: Alois Grichting