Valeyres-sous-Ursins

Polit. Gem. VD, Bez. Jura-Nord vaudois. Um 1141 de Valeriis, 1151-1200 de Ualeres. 1550 11 Feuerstätten (mit Sermuz, heute Gem. Yverdon-les-Bains); 1764 30 Haushalte; 1850 227 Einw.; 1900 189; 1950 163; 2000 180. Überreste einer nicht datierten Fluchtstätte und Spuren röm. Besiedlung. V. gehörte zur Pfarrei Ursins, ab der Reformation zur Kirchgem. Gressy. 1317 erhielten die Kartäuser von La Lance den Zehnten. 1415 liessen Essert-Pittet, Ependes, Suchy, Ursins, Gressy und Belmont auf dem Gebiet von V. ein Siechenhaus errichten. Das Dorf war Teil der Herrschaft Belmont, dann unter bern. Herrschaft der Kastlanei Belmont der Landvogtei Yverdon. 1798-2006 war es dem Bez. Yverdon angegliedert. Eine kleinadlige Fam. stand im Dienst der Herren von Grandson-Belmont. Die 1334 erstmals erw. Mühle, genannt von Gressy oder Le Buron, blieb bis ins 20. Jh. in Betrieb. 1880-1992 bestand eine Milchgenossenschaft. Das Dorf blieb auf die Landwirtschaft ausgerichtet. Die 1852 errichtete Schule schloss 1967. 1972 wurde ein Zonenplan erstellt.


Literatur
– O. Dessemontet, La seigneurie de Belmont au pays de Vaud, 1955

Autorin/Autor: Olivier Dessemontet / MS