Suchy

Polit. Gem. VD, Bez. Jura-Nord vaudois. 885 Solpiaco id est Suzchie. 1409 24 Feuerstätten; 1550 34; 1764 251 Einw. (62 Feuerstätten); 1850 390; 1900 354; 1950 325; 2000 345. Röm. Grab und frühma. Gräberfeld. Nachdem Otto von Grandson-Belmont 1367 alle Herrschaftsrechte über das Dorf zurückgewonnen hatte, erliess er eine Satzung, welche die Bewohner von Todfall, Fronfuhren und in Friedenszeiten von Wachdiensten auf dem Schloss Belmont befreite. Er unterstellte S. der Coutume von Moudon, die vorteilhafter als das Recht der Herrschaft Belmont war. Die 1172 dem hl. Petrus geweihte Kirche bildete 1177-1724 sowie ab 1845 eine Filiale von Ependes. In der Zwischenzeit war S. ein Vikariat, seit 1864 ist es eine eigene Kirchgemeinde. 1378 wird erstmals eine Heiliggeistbruderschaft erwähnt. Unter bern. Herrschaft 1539-1798 gehörte S. zur Landvogtei Yverdon, 1798-2006 zum gleichnamigen Bezirk. In S. wurde v.a. Ackerbau betrieben; gleichwohl verdoppelte sich zwischen 1727 und 1861 die Wieslandfläche. 1937-39 erfolgte eine Güterzusammenlegung, 1957 wurden die Reben entfernt. Auch zu Beginn des 21. Jh. war das Dorf noch auf die Land- und Forstwirtschaft ausgerichtet (Getreide, Raps, Zuckerrüben, Milchwirtschaft).


Literatur
– M. Henrioud, La communauté et les gens de S. jusqu'au XVIIIe siècle, 1905
Améliorations foncières à Baulmes, S. et Chalet des Praz, 1939
– O. Dessemontet, La seigneurie de Belmont au pays de Vaud, 1955
– J. Genton et al., Société d'agriculture de S., [1980]
– R. Cuagnier, Aspects des systèmes de culture pratiqués à Chavornay et S. aux 18e et 19e siècles, Liz. Lausanne, 1984
– B. Cottier, S. - haut lieu de mon enfance, hg. von P. Hugger et al., 1999

Autorin/Autor: Olivier Dessemontet / ANS