28/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Oppens

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud, abseits der Verkehrsachsen gelegen, umfasst das Dorf O. am linken Ufer des Sauteruz und den Weiler La Tuilière an dessen rechtem Ufer. 1160/64 Opens. 1803 148 Einw.; 1850 268; 1900 257; 1950 149; 1970 120; 2000 170. Im Gebiet En Murgis wurden Reste röm. Mauerwerks gefunden. Im MA gehörte O. zur Herrschaft Bioley-Magnoux, unter Berner Herrschaft 1536-1798 zur Landvogtei Yverdon und 1798-2006 zum gleichnamigen Bezirk. Die den Hl. Fabian und Sebastian geweihte Kapelle wurde 1473 errichtet. Das Dorf war Teil der Pfarrei Orzens; in der Reformationszeit wurde es der Kirchgem. Cronay zugeteilt. Eine Mühle und eine Säge nutzten die Wasserkraft des Sauteruz. Der Weiler verdankt der 1717-1898 betriebenen Ziegelei seinen Namen. O. ist auf Ackerbau und Viehzucht (Milchgenossenschaft seit 1883) ausgerichtet. 2005 stellte der 1. Sektor noch 66% der Arbeitsplätze in der Gemeinde. 2000 waren mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen Pendler (hauptsächlich nach Yverdon-les-Bains). In La Tuilière liegt das Kompetenzzentrum Forêts & Bois, zu dem 26 Gem. sich 2008 zur Bewirtschaftung ihrer Wälder und Erhaltung der lokalen Arbeitsplätze zusammengeschlossen haben.


Literatur
– G. Nicolas, V. van Ruymbeke, Essai de monographie comparée de deux villages du canton de Vaud, 1965
– B. Pitton, O., 1991

Autorin/Autor: Philippe Heubi / ANS