Montagny-près-Yverdon

Polit. Gem. VD, Bez. Jura-Nord vaudois. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Hügel über dem Flüsschen Brinaz bis zur Orbe-Ebene. 995/996 in villa Montaniaco, 1397 Montaigny-le-Courbe. 1416 36 Haushalte; 1850 256 Einw.; 1900 263; 1950 337; 2000 606. Der Ort war bereits in vorgeschichtl. Zeit (Schalensteinfund, Reste von neolith. Behausungen) besiedelt und wurde möglicherweise von einem röm. Weg durchquert. Im MA bildete M. das Zentrum der grossen Herrschaft Montagny. 1475 zerstörten die Eidgenossen die im 11. Jh. erbaute Burg und teilten das gesamte Gebiet der Vogtei Grandson zu. 1798-2006 gehörte M. zum Bez. Yverdon. Die ab 1416 erw. Pfarrkirche Saint-Julien wurde 1769 durch einen Neubau ersetzt. Ab den 1980er Jahren verzeichnete der Handel und die Industrie einen starken Aufschwung, v.a. auch in der Gewerbezone En Chamard, die nahe der 1981 bzw. 1984 eröffneten Autobahnen A1 und A5 liegt.


Literatur
– L. Michaud, Yverdon à travers son passé, 1969
– D. de Raemy, Châteaux, donjons et grandes tours dans les Etats de Savoie (1230-1330), 2004, 38, 153

Autorin/Autor: Philippe Heubi / EM