Gossens

Ehemalige politische Gemeinde VD, Bezirk Jura-Nord vaudois, seit 2008 Teil der Gemeinde Donneloye. Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde erstreckte sich über den Hügel links der Mentue; getrennt wird das Dorf G. durch den Bach La Barbeire vom zugehörigen grossen Weiler Granges-de-G. (ehemals Granges de Joux), der im Norden vom Bach Le Lin umflossen wird. Der Name G. kommt vom germ. Eigennamen Gozzo. 1803 62 Einw.; 1850 152; 1900 115; 1950 92; 2000 113. Das Dorf verdankt sein Entstehen einem Hof mit Scheune der Johanniterkomturei La Chaux. Les Granges dagegen gehörte zur Herrschaft Bioley-Magnoux. Diese Situation führte im MA zu zahlreichen Auseinandersetzungen. Zur Zeit der Berner Herrschaft wurden die beiden Ortsteile gemeinsam unter die Herrschaft Bioley-Magnoux in der Vogtei Yverdon gestellt. 1798-2006 war G. dem Bezirk Avenches zugeteilt. Die Gemeinde gehörte 1846-62 zur Kirchgemeinde Orzens, später zu Cronay und ist heute Teil der Kirchgemeinde Sauteruz. Im Gebiet von Biolette entstand ein Villenquartier. Im Jahr 2000 waren drei Viertel der Erwerbstätigen Pendler.


Literatur
Districts d'Aubonne, Cossonay, Grandson, Morges, Nyon, Orbe, Rolle, la Vallée et Yverdon, 1994, 193 f.

Autorin/Autor: Philippe Heubi / AW