Démoret

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Yverdon. Das von der Landwirtschaft geprägte Dorf liegt abseits der Hauptstrassen auf dem nördl. Jorat-Plateau zwischen Broye und Mentue. 1154 Donmores, 1453 Demoret. 1416 40 Haushalte; 1453 56 (Pfarrei einschliesslich Molondin und Vuissens); 1764 193 Einw.; 1850 259; 1900 213; 1950 181; 1980 103; 2000 133. Reste von Befestigungsanlagen der Helvetier und röm. Mauern, Münzen des Antoninus, Valens und Valentinian, Burgunderfriedhof, Deniers von Saint-Maurice. Im MA gehörte die Herrschaft D. zunächst den Herren von Portalban. 1369 wurde sie zwischen den Herren de Fernay von Vuissens und dem Geschlecht d'Arma von Moudon aufgeteilt. In der Berner Zeit gelangte die von der Fam. des Freiburger Schultheissen Praroman erworbene Herrschaft 1596 an die de Treytorrens; von 1675 bis zum Ende des Ancien Régime gehörte sie der Fam. Doxat. D. war Teil der Vogtei Moudon und Sitz eines Meiergerichts. Das eine Schloss in D. stammt aus dem 16. Jh., das zweite wurde 1823 wieder aufgebaut. Der Pfarrei D., die 1228 erstmals erwähnt wurde, waren Filialkirchen in Molondin und Vuissens unterstellt. Seit der Reformation gehört D. zu der Kirchgem. Chêne-Pâquier. Die dem hl. Mauritius geweihte Kirche, in der zwei Glocken erhalten geblieben sind (eine von 1500), wurde 1679-81 umgestaltet. Im 20. Jh. ging die Einwohnerzahl des agrarisch geprägten Dorfes stark zurück.


Literatur
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 76 f.

Autorin/Autor: Philippe Heubi / EM