• <b>Johann Georg von Hallwyl</b><br>Ölbildnis auf Leinwand, wohl spätere Kopie nach einer Vorlage von 1604 (Schweizerisches Nationalmuseum). Das anlässlich seines Todes entstandene Bildnis zeigt den Bischof ohne Amtsinsignien vor einem Betpult mit offenem Buch. Die vor ihm auf dem Tisch angeordneten Requisiten – Schreibgerät, Tischuhr, Brevier und Kruzifix – verweisen auf die Vergänglichkeit des irdischen Strebens, auf Tod und Erlösung.

No 12

Hallwyl, Johann Georg von

geboren 1544, gestorben 11.1.1604 Meersburg, kath.; Sohn des Dietrich, Vogts zu Güttingen, und der Eva von Bernhausen. H. immatrikulierte sich 1571 an der Jesuitenuniversität in Dillingen und empfing 1581 die Diakonatsweihe. Ab 1588 Mitglied des Konstanzer Domkapitels, 1588-1601 Domkantor in Basel. 1601 wurde H. zum Bischof gewählt. In seiner Amtsperiode trieb er die Verhandlungen zwischen den Konstanzer Bischöfen und den Landesherren zur Abklärung ihrer jeweiligen Rechte voran und liess das "Missale Constantiense" neu auflegen. H. unterhielt enge Kontakte zu den Jesuiten, von deren Spiritualität er stark geprägt war. Mit Nachdruck betrieb er die Erweiterung ihrer Niederlassung in der Bischofsstadt.

<b>Johann Georg von Hallwyl</b><br>Ölbildnis auf Leinwand, wohl spätere Kopie nach einer Vorlage von 1604 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das anlässlich seines Todes entstandene Bildnis zeigt den Bischof ohne Amtsinsignien vor einem Betpult mit offenem Buch. Die vor ihm auf dem Tisch angeordneten Requisiten – Schreibgerät, Tischuhr, Brevier und Kruzifix – verweisen auf die Vergänglichkeit des irdischen Strebens, auf Tod und Erlösung.<BR/>
Ölbildnis auf Leinwand, wohl spätere Kopie nach einer Vorlage von 1604 (Schweizerisches Nationalmuseum).
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Literatur
HS I/2, 418-421
– A. Bickel, Die Herren von Hallwil im MA, 1978, 254

Autorin/Autor: Herbert Frey