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Iter, Donat

Erstmals erw. 1482, gestorben 13.3.1526 Chur. Sohn des Hans, Bürgermeisters von Chur. Bruder des Lucius ( -> 2). I. immatrikulierte sich 1482 in Erfurt, 1484 in Köln, wo er 1485 den Titel eines Baccalaureus artium und 1487 den eines Licentiatus artium erwarb. 1488 studierte er in Freiburg und 1489 in Bologna. 1492 wurde er Kanoniker in Chur, 1495-1503 war er Domkustos und 1505-26 Domdekan von Chur. 1503-07 besass er die Pfarrpfründe Pleif (Vella). Als Rechtskundiger (iurium professor) wurde er am 5.8.1506 als Gesandter zusammen mit seinem Schwager Hertli Capol nach Mailand geschickt. 1524 nahm I. an der Ilanzer Disputation teil. Er gehörte zu den führenden Gegnern der Reformation im Bistum Chur.


Literatur
– O. Vasella, Unters. über die Bildungsverhältnisse im Bistum Chur mit besonderer Berücksichtigung des Klerus, 1932
HS I/1, 552, 570
– O. Vasella, Geistliche und Bauern, 1996

Autorin/Autor: Ursus Brunold