Chêne-Pâquier

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Yverdon. Die Gem. besteht aus den beiden Weilern Le Chêne und Le Pâquier. 1462 Pascua, 1517 Pasquier, 1550 loz Chanoz. 1550 5 Haushalte in Le Chêne und 2 in Le Pâquier; 1764 99 Einw.; 1850 224; 1900 172; 1910 193; 1941 130; 1950 145; 2000 104. C. gehörte zur Herrschaft Saint-Martin-du-Chêne. Deren Schloss, das bis auf den Bergfried verschwunden ist, befand sich auf dem Gebiet der Gem. Molondin. Die Kirche Saint-Martin wurde 1228 Pfarrkirche. 1667 entstand in Le Pâquier eine neue Kirche in elliptischer Form, die 1903 sowie 1963-73 restauriert wurde. Sie ist einer der ersten neuen Kirchenbauten der Schweiz nach Einführung der Reformation. Die Glocken stammen aus dem 15. Jh. und aus dem Jahre 1644. Zur Pfarrei Le Pâquier gehörten auch Molondin und Démoret. 1990 legte man sie mit der Pfarrei Donneloye zusammen. Das Gemeindehaus, das auch als Schule diente, stand ab 1818 in Le Chêne. 1949 wurde ein neues Schulhaus gebaut. Die Brücke von Le Covet, die an der Strasse nach Chavannes-le-Chêne über den Bach Les Vaux führt, wurde 1733 gebaut. Früher befanden sich hier eine Mühle und eine Schankwirtschaft. 1932 Güterzusammenlegung.


Literatur
– M. Fontannaz, Les cures vaudoises, 1987, 135-138
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 115-118

Autorin/Autor: Pierre-Yves Favez / AW