04/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Champvent (Gemeinde)

Dieser Artikel wurde für die Buchausgabe des HLS mit einem Bild illustriert. Bestellen Sie das HLS bei unserem Verlag.

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Yverdon, am Fusse der Jura-Kette. C. umfasst den Weiler Saint-Christophe und die Enklave Mornens. Die 1789 entstandene Gem. Saint-Christophe wurde erst mit Mathod, dann 1811 mit C. zusammengelegt. 1011 Canvent, 1013 Canventum, 1228 Chanvent. 1416 44 Haushalte; 1453 36; 1550 37; 1764 237 Einw.; 1850 421; 1900 416; 1950 335; 1970 243; 2000 299. C. gehörte zur Herrschaft C., unter Berner Herrschaft zur Landvogtei Yverdon. Dem Dorf stand ein sechsköpfiger Rat vor, die Gemeindeorganisation wurde 1740 kodifiziert. Die 1013 erstmals erwähnte Kirche Notre-Dame (1691-93 Neubau, 1890 Anbau eines Frontturms) bildete das Zentrum einer Pfarrei, die die Filialkirche in Mathod, die Dörfer Suscévaz und Villars-sous-C. sowie ab 1834 Essert-sous-C. umfasste. Bis auf Suscévaz wurde die Pfarrei 1846 mit Montagny zusammengelegt und 1849 wieder verselbstständigt. 1682 wurde ein neues Pfarrhaus gebaut. C. ist stark von der Landwirtschaft geprägt (Getreide, Mais, Rüben). 1948 fielen der Güterzusammenlegung 90% der Reben zum Opfer (1989 10 ha). 2000 waren noch 49% der Erwerbstätigen im 1. Sektor beschäftigt, fast zwei Drittel arbeiteten ausserhalb, v.a. in Yverdon, Lausanne und Genf.


Literatur
– C.-E. Guye, «La seigneurie de Saint-Christophe (1542-1802)», in RHV, 1941, 49-59, 278 f.
– M. Fontannaz, Les cures vaudoises, 1987, 58, 196
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 124 f.

Autorin/Autor: Pierre-Yves Favez / AL