22/05/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken

Arrissoules

Polit. Gem. VD, Bez. Yverdon. Das Dorf liegt auf einer Hochebene, die sich 200 m über dem östl. Ufer des Neuenburgersees erhebt. 1148 Arresules. 1764 52 Einw.; 1850 76; 1900 76; 1950 50; 1980 26; 2000 37. In A. lag eine Grangie (Eigenwirtschaftshof) des Klosters Hauterive (Ende 11. Jh.), dann des Kapitels von Lausanne (13. Jh.). Vom 14. Jh. an gehörte A. zur Herrschaft Saint-Martin du Chêne, 1536-1798 zur Landvogtei Yverdon, seit 1798 zum gleichnamigen Bez.; oberstes kommunales Organ war die Versammlung der Dorfgenossen. Kirchl. war A. der Pfarrei Rovray, ab 1766 Yvonand angegliedert. Begünstigt durch seine Lage an der alten Strasse Orbe-Payerne, erfreute sich A. bis zum Ende des 17. Jh. einer regen Handelstätigkeit. Mit dem Bau der neuen Strasse entlang dem Seeufer, welche die steile Durchgangsstrasse (heutiger chemin de la Reine Berthe) ersetzte, geriet A. vom 18. Jh. an verkehrsmässig ins Abseits. Das Fehlen einer Verbindung zum angrenzenden Kt. Freiburg und die geringe Ausdehnung der Gem. (83 ha) beschränken Aktivitäten und Entwicklung der Bevölkerung. Ausser einigen Landwirten setzt sich die Einwohnerschaft vorwiegend aus Rentnern zusammen.


Literatur
– H. Hertig, L.Vuille, Yverdon et son district raconté par la carte postale, 1982
– W. Barblan, A travers le Nord vaudois, 1989

Autorin/Autor: Philippe Heubi / EJ