• <b>Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung</b><br>Plakat der Freisinnig-Demokratischen Partei für die Abstimmung vom 17. Mai 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). Das Stimmvolk akzeptierte in der Abstimmung den Beitritt der Schweiz zu den Institutionen von Bretton Woods, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds.

Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung

Die auch Weltbank genannte IBRD wurde 1944 ins Leben gerufen, um den Wiederaufbau der europ. Volkswirtschaften nach dem 2. Weltkrieg zu fördern (Abkommen von Bretton Woods). 1947 wurde sie in die Vereinten Nationen eingegliedert, seit 1948 liegt ihr Schwerpunkt auf der Finanzierung von Entwicklungsprojekten in der sog. Dritten Welt. Die Weltbankgruppe umfasst auch die 1960 gegründete Internat. Entwicklungsorganisation IDA, die Internat. Finanzkorporation (1956), das Internat. Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (1966) und die Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (1988). Jedes der 184 Mitgliedsländer (2006) zeichnet proportional zu seinem Beitrag am Welthandel Anteile am Grundkapital. Anfänglich musste dieses Kapital zu 2% in Gold oder in Dollar und zu 18% in der eigenen Währung geleistet werden. Der nicht einbezahlte Restbetrag kann bei Bedarf verlangt werden, um die Verpflichtungen der Bank zu decken. Am 30.6.2005 betrug das Gesamtvolumen der jährlich gewährten Darlehen rund 13,61 Mrd. US-Dollar, davon entfielen 8,69 Mrd. US-Dollar auf Darlehen der IDA. Die Schweiz hatte bereits mehrere Jahre mit der Institution zusammengearbeitet, als sie ihr 1992 nach einer Volksabstimmung beitrat (die Hilfswerke hatten das Referendum ergriffen). Sie hält rund 1,7% des Kapitals der Bank. Die Staatengruppe, die sie im Verwaltungsrat vertritt (Aserbaidschan, Serbien-Montenegro, die Kirgis. Republik, Polen, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan) hält 3,04% der Stimmen der IBRD und 3,84% der IDA.

<b>Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung</b><br>Plakat der Freisinnig-Demokratischen Partei für die Abstimmung vom 17. Mai 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Stimmvolk akzeptierte in der Abstimmung den Beitritt der Schweiz zu den Institutionen von Bretton Woods, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds.<BR/>
Plakat der Freisinnig-Demokratischen Partei für die Abstimmung vom 17. Mai 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
(...)


Literatur
– A. Gavillet, P. Imhof, Le dossard 153: la Suisse à la Banque mondiale et au Fonds monétaire international, 1989
– T. Bernet et al., Nein zum IWF- und Weltbank-Beitritt der Schweiz, 1991
– J.- P. Chenaux, La Suisse, le F.M.I. et la Banque mondiale, 1991
– S. Schmidtchen, Die Beziehung der Schweiz zu den Bretton Woods Institutionen, 2000

Autorin/Autor: Marian Stepczynski / PTO